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Fotografie und Texte von Peter Arlt
Galerie im Schloss Dryburg, Bad Langensalza
08.02.2018 – 07.04.2018, Do, Fr und Sa 14-17 Uhr

p-v3-1031665-PlakatNeben dem kunstwissenschaftlichen und literarischen Gefilde bewegt sich der emeritierte Professor Dr. Peter Arlt aus Gotha in dem der Fotografie. In einer realistischen Fotografie, nicht mit besonderen Techniken, möchte er weltliche Schönheiten bewundern und bewahren. Dabei soll das unmittelbare Motiv mit bildhaftem Sinn künstlerisch überwunden werden. Originär blicken die Augen nicht nur durch den Sucher auf das Motiv, sondern blicken als eine „humane Kamera“ (Heinrich Böll) zugleich auf die eigene Seele. Es ist zu spüren, wie Arlt zu den Dingen eine eigene Stellung bezieht, wenn er sie in Komposition setzt und mit der Lichtregie das Besondere heraushebt. Hinreißende Strukturen, Kontraste, bewegte Formen erscheinen; Grafisches stößt auf Malerisches, Konstruktives baut sich auf. Gezeigt wird, wie sich Wolken wandeln und Atmosphärisches zum Lebensgefühl gerinnt, wie manche Motive Bildzeichen der Zeit werden. Oder der Ewigkeit; wenn im zarten und kräftigen Grün der Regen rauscht auf Haus und Teich, Ringwellen sich zu großen Kreisen weiten, an das Ufer stoßen, wo ruhig Schafe weiden. Oder simple Dinge werden Bildzeichen, wie die mit Plastesäcken verhüllten Strandlampen, die sich in der Fantasie zu einem dramatischen Geschehen verwandeln.

In seiner Ausstellung stellt Peter Arlt außerdem am Donnerstag, 15. März, 19 Uhr, sein Buch „Traumläufe im Irrgang. Ein Lebensroman in Träumen“ vor. Traumläufe mit Wunschphantasien nach Verschmelzung und Lustgewinn, mit Selbstzweifel und Selbstbeweis in der Evaluation, mit der Abwehr westlicher Aneignung, mit existentieller Verunsicherung und Angst vor Krankheit, Kastration und Tod, mit aggressiven Aktionen und Versöhnungswünschen, mit nagender Eifersucht, Demütigung und Phalluslust, zur Darstellung gebracht mit Bildfindungen, in denen Ver-Rücktheiten geschehenAn diesem bewundert Matthias Biskupek die Erinnerungsfähigkeit, den Mut, die Offenheit und die sprachliche Klarheit und urteilt: „Eine Kurzprosasammlung, die den Vergleich mit Namen wie Günter Kunert nicht scheuen muss“ (Palmbaum 2, 2017).

Die Ausstellung wird von der Bürgerstiftung Unstrut-Hainich gefördert.

Vernissage: Donnerstag, 8. Februar 2018, 19 Uhr
Musik : Tina Klement, Gitarre
Laudatio: Jost Heyder

Buchlesung: Donnerstag, 15. März, 19 Uhr